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Afghanistan: 475 Häftlinge brechen (erneut) aus Sarpossa-Gefängnis aus

So ein Zufall, gleich der zweite Massenausbruch in drei Jahren – und das in dem von den USA kontrollierten Gebiet unter britischem Kommando geführtem Kan­dahar…
In den Zeitungsartikeln ist zu lesen, dass die „Helfer“ nachgemachte Zellenschlüssel besorgen konnten. Natürlich! Man besorgt mal eben die Schlüssel von fast 500 Zellen. Die Befreiungsaktion soll drei Stunden gedauert haben. Drei Stunden, in denen sämtliche Wachen inkl. privater Sicherheitsfirmen geschlafen haben sollen? Wers glaubt…
Da musste wohl der „WAR ON TERROR“ künstlich prolongiert werden…

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=_mysraSnEGM

Seltsamerweise nur einen Monat, nachdem Präsident Karsai ein Ende des NATO-Militäreinsatzes gefordert hat…

http://www.tagesschau.de/ausland/karsaiafghanistan100.html

So geht Erpressung im globalisierten Finanzimperialismus:

Die Folgen für die afghanische Bevölkerung wären fatal: Weil Präsident Karzai private Sicherheitsfirmen verbieten will, drohen die USA mit dem Einfrieren von millionenschweren Hilfsprojekten. In letzter Sekunde soll nun Außenministerin Clinton den störrischen Präsidenten umstimmen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,724853,00.html

Laut der Verfassung habe ausschließlich die Regierung das Recht, Waffen zu besitzen und zu benutzen, sagte der Präsidentensprecher. Das Kabinett hatte festgestellt, dass Dutzende privater Sicherheitsfirmen illegal und eine Quelle der Kriminalität seien. In Afghanistan sind zahlreiche private Sicherheitsdienstleister tätig, darunter die US-Firma Blackwater, die seit einem Skandal im Irak in der Kritik steht, bei dem ihre Mitarbeiter grundlos Zivilisten getötet haben

http://www.welt.de/politik/article1388053/Afghanistan_schliesst_private_Sicherheitsfirmen.html

Heute heißt Blackwater übrigens „Xe Services“ – eine Privatarmee mit über 40000 Söldnern im Staatseinsatz.

Unbemannte Flieger wie der MQ-1 Predator oder der MQ-9 Reaper können mit lasergesteuerten 500-Pfund-Bomben und Hellfire-Raketen bestückt werden. Vor allem im amerikanischen Anti-Terror-Kampf ist die Drohne so zu der vielleicht wichtigsten Kampfmaschine geworden. […] Jetzt enthüllt die New York Times, dass die amerikanische Regierung bei dieser zentralen Aufgabe der privaten Sicherheitsfirma Xe Services LLC vertraut. Besser bekannt ist diese unter ihrem früheren Namen: Blackwater. Ihr Einsatz im Irak brachte der Söldner-Firma Milliarden-Aufträge der US-Regierung und machte sie zum Synonym für die Privatisierung des Krieges.

Erst einen Tag zuvor berichtete die New York Times, dass es unter US-Präsident George W. Bush sogar Pläne gab, mit Hilfe von Blackwater-Mitarbeitern gezielte Mordanschläge auf Al-Qaida-Mitglieder zu verüben. Rechtliche und diplomatische Bedenken haben offenbar dagegen gesprochen, dies der CIA zu überlassen.

Der Vorteil der Sicherheitsfirmen: Sie agieren oft in einem praktisch rechtsfreien Raum. So wurden nach Abu Ghraib zwar mehrere Soldaten verurteilt, aber kein Söldner konnte belangt werden. Im Irak sind US-Bürger – egal ob Zivilisten oder Soldaten – vom Zugriff der irakischen Justiz geschützt. Angestellte der privaten Unternehmen können aber auch nicht vor einem Militärgericht landen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/blackwater-in-afghanistan-soeldner-an-der-bombe-1.177099


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