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US-Wirtschaftsprofessor führt Libyen-Rebellen an – eigene Zentralbank gegründet!

Machen wir uns doch nichts vor, wir alle wissen worum es hier geht: Es geht um Schürfrechte statt um Menschenrechte. Und mal wieder – genau wie im Irak auch – soll verhindert werden, dass ein Land sich vom US-Dollar abwendet.  (Stichwort: Gold-Dinar)

Was zuvor geschah…

„Macht sich Libyen daran, amerikanische Öl-Gesellschaften hinauszuwerfen?“. Und weiter: „Muammar Gaddafi scheint bereit, eine neue Runde von Verstaatlichungen im Energie-Sektor loszulassen.“

http://www.forbes.com/2009/01/22/libya-gaddafi-oil-biz-energy-cx_ch_0122libya.html

Die Ölmultis werden aktiv:

„In Libyen operierende westliche Öl-Gesellschaften haben vertraulich davor gewarnt, dass ihre Niederlassungen im Land verstaatlicht werden könnten, falls Muammar Gaddafis Regierung die Oberhand gewinnt.“

http://www.ft.com/cms/s/0/67d1d02a-5314-11e0-86e6-00144feab49a.html#axzz1I6Bb58Zv

Wer kontrolliert nun die Aktionen der ‚unabhängigen‘ Rebellen?

Ali Tarhuni war Wirtschaftsprofessor in Amerika, nun ist er „Superminister“ der Rebellen und stellt die Weichen für die Marktwirtschaft.

Von den Ölfeldern, die unter der Kontrolle von Gaddafis Regime stehen, fördert keines mehr Öl. Demgegenüber produzierten die Ölfelder unter der Kontrolle der Rebellen 130 000 Barrel (à 159 Liter) am Tag, sagt Tarhuni. Das könne rasch auf 300 000 Barrel gesteigert werden. Die verfügbaren Arbeitskräfte auf den Ölfeldern reichten aus, Sicherheitsprobleme, die noch vor zwei Wochen bestanden hätten, seien beigelegt. [NATO sei Dank!] Die Gefahr, dass Gaddafi die Ölfelder bombardiert, bestehe nicht mehr, sagt Tarhuni. [Dafür brauchte man ja auch die Ausschaltung von Gaddafis Luftstreitkräften!]

[…]

Die Liquidität, die man in der Filiale der libyschen Zentralbank in Benghasi sowie in den Geschäftsbanken gefunden habe, reiche aus, um die Gehälter und Entschädigungen für die Opfer des Kriegs zu zahlen sowie Medizin zu kaufen, sagt Tarhuni. [darum ging es also auch…]

Aufgabe der neuen Zentralbank sei es, Liquidität bereitzustellen, um die Gehälter und Entschädigungen auszuzahlen. Ferner soll sie Devisenreserven in Euro und Dollar anlegen sowie neues Vertrauen in das Bankwesen schaffen.

Quelle: FAZ.net

Natürlich lässt es sich die FAZ nicht nehmen, den marktradikalen Wirtschaftsprofessor gleich zweimal zu zitieren, wenn er gegen „Gaddafis Sozialismus“ wettert. Natürlich gab es eine Misswirtschaft unter Gaddafi, doch die war ein Witz gegen unsere Misswirtschaft. Im Gegensatz zur westlichen Welt, hat Libyen kaum Staatsschulden.

Zentralbank wird gegründet:

Ich habe noch nie vor einer Zentralbank gehört, die in nur wenigen Wochen von einem Volksaufstand gegründet wurde.   —   Robert Wenzel, Economic Policy Journal

Staatliche Geldsouveränität in Libyen:

One seldom mentioned fact by western politicians and media pundits: the Central Bank of Libya is 100% State Owned … Currently, the Libyan government creates its own money, the Libyan Dinar, through the facilities of its own central bank. [Anders als bei der EZB oder der FED – hier muss sich der Staat bei den Banken verschulden!] Few can argue that Libya is a sovereign nation with its own great resources, able to sustain its own economic destiny. One major problem for globalist banking cartels is that in order to do business with Libya, they must go through the Libyan Central Bank and its national currency, a place where they have absolutely zero dominion or power-broking ability. Hence, taking down the Central Bank of Libya (CBL) may not appear in the speeches of Obama, Cameron and Sarkozy but this is certainly at the top of the globalist agenda for absorbing Libya into its hive of compliant nations.

http://21stcenturywire.com/2011/03/28/globalist-target-the-central-bank-of-libya-is-100-state-owned/

Dienstag, 22. März 2011, 17:42 UHR Libyen: Rebellen gründen Ölfirma

Tripolis – Libysche Regierungsgegner in der Rebellenhochburg Bengasi haben nach eigenen Angaben eine nationale Ölgesellschaft gegründet. Sie soll Libyan National Oil Corp. ersetzen. Deren Vermögen im Ausland wurde durch den UN-Sicherheitsrat ebenso eingefroren wie die Gelder der Central Bank of Libya. Aus einer Erklärung des nationalen Übergangsrats in Bengasi geht hervor, dass die Rebellen deshalb auch die Central Bank of Bengasi zur neuen Nationalbank bestimmt haben. Mann will Akten für eine Auslieferung von Staatsführer Muammar al Gaddafi und sein Umfeld an den Internationalen Strafgerichtshof zusammenstellen. Der Rat wolle außerdem mit der Auswahl von Botschaftern beginnen, hieß es.
Quelle: http://www.bild.de/newsticker/news-ticker/22-17-oelfirma-16999102.bild.html

Darüber hinaus wollte der IMF unbedingt verhindern, dass Gaddafi mit der Emanzipation Afrikas von der Weltbank weitermacht. Ein wichtiges Projekt hierzu war:

http://www.politaia.org/kriege/die-libysche-revolution-und-die-gigantischen-libyschen-wasserreserven-politaia-org/

Even if that is just propaganda, there is no denying at least one very popular achievement of the Libyan government: it brought water to the desert by building the largest and most expensive irrigation project in history, the US$33 billion GMMR (Great Man-Made River) project. Even more than oil, water is crucial to life in Libya.

http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/MD14Ak02.html

ZUSAMMENFASSUNG:

  1. Finanzsystem: Gold-Dinar statt US-Dollar
  2. Ölversorgung Europas und der damit verbundene Ölpreis
  3. Strategische Wasserversorgung (GMMR)
  4. Gadaffis Goldreserven – der IMF möchte die 144 Tonnen, um sie auf dem Weltmarkt zu verteilen und die steigende Nachfrage zu befriedigen (Gegenwert: 6,5 Mrd. US-Dollar)
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  1. Vize-Präsident
    September 8, 2011 um 00:10

    – „US-gelernter lybischer Banker führt den Laden an“ , – ja das ist doch schön. zeigen solche doch endlich mal, das sie für das „Volk“ auch etwas nützliches tun können.

    Und wenn durch dieses Tun auch noch ein djihadfördernder Despot verschwindet und Europa einen wichtigen Dauerärgerer weniger . . – na,
    d a s darf Euch natürlich als gelernte Antiwestler auf keinen Fall freuen !

    Türkei raus aus der NATO ! Kemalisten zusammen mit Kurden auf zum Regimechange !

  1. April 23, 2011 um 10:08

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