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Staatsputsch – powered by the United Staates of America

Die Liste der Anklagepunkte gegen die USA und deren Exekutivorgan, der CIA, ist lang…

Starten wir mit der Causa Hugo Chavez, Venezuela:

Chávez tauschte im Februar 2002 die Führungsriege des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA durch neue, regierungstreue Manager aus. Ein Verbund aus dem CTV-Gewerkschaftsverband, Wirtschaftsverbänden, katholischer Kirche, der vorherigen Regierungspartei und privaten Fernsehsendern Venezuelas riefen am 9. April 2002 einen Generalstreik aus. Ziel des Streiks war der Rücktritt von Chávez. Daraufhin wandte dieser sich zwischen dem 8. und 11. April mit insgesamt 31 landesweit übertragenen Ansprachen (cadenas, siehe Medienpolitik) an die Bevölkerung.

Am dritten Streiktag, dem 11. April, bewegte sich eine Oppositionsdemonstration zur Zentrale der Petróleos de Venezuela (PDVSA). Nach Angaben lateinamerikanischer Journalisten nahmen an ihr 50.000 bis 200.000 Personen teil, während die Opposition von bis zu einer Million Teilnehmern ausgeht. Carlos Ortega, der Vorsitzende der Gewerkschaft CTV und Pedro Carmona, der Vorsitzende des Unternehmerverbandes Fedecámaras, lenkten die Demonstration jedoch zum Präsidentenpalast Miraflores um, wo sich Chávez-Anhänger versammelt hatten. Der Generalstab des Militärs erklärte um 14:15 Uhr in einer landesweit übertragenen Ansprache Chávez seine volle Unterstützung.Als die Oppositionsdemonstration in die Nähe des Miraflores-Palastes kam, versuchten Anhänger der Palastgarde, die Unterstützer und Oppositionellen auseinanderzuhalten.

Am 12. April kam es zum Putsch. Der Generalstab des Militärs, der den Staatsstreich vorbereitet hatte, nahm die Toten zum Anlass, Chávez nicht mehr anzuerkennen und ordnete am 12. April 2002 seine Verhaftung an. Noch am selben Tag ließ sich Pedro Carmona als Übergangspräsident vereidigen. Dieser löste als seine erste Amtshandlung das Parlament und das Oberste Gericht auf, was national wie international auf scharfe Kritik stieß. Nach dem Putsch kam es zu zahlreichen Feuergefechten, Straßenschlachten und Hausdurchsuchungen, in dessen Folge weitere 50 bis 70 Menschen starben, hauptsächlich Aktivisten der sozialen Bewegungen in den Armenvierteln.

Der Staatsstreich löste Massenproteste bei weiten Teilen der Bevölkerung aus, an denen sich im ganzen Land mehrere Millionen Menschen beteiligten. Noch während ihrer Siegesfeier setzte die Garde des Präsidentenpalastes die Putschisten fest. Am 13. April 2002 wurde Chávez aus der Militärhaft befreit und wieder ins Präsidentenamt eingesetzt. Der Kommandierende General des Heeres, Efrain Vazquez Velasco, verlangte öffentlich die Wiederherstellung aller verfassungsmäßigen Institutionen und erklärte, das Militär habe keinen Staatsstreich verüben wollen. Über den Putschpräsidenten Pedro Carmona wurde Hausarrest verhängt. Später gelang es ihm, zu fliehen und er setzte sich über Kolumbien in die USA ab.

Rolle der USA und Spaniens
Es gibt zahlreiche Hinweise auf eine Verwicklung der US-Regierung unter George W. Bush in den Putsch gegen Chávez. Mehrere Zeitungen, darunter die New York Times, berichteten, dass die Putschisten mindestens zwei Monate vor den Ereignissen regelmäßigen Kontakt mit der US-Botschaft gehabt hatten. Nach Angaben des Observers hatte der hochrangige US-Regierungsbeamte Otto Reich schon mehrere Monate vor dem Staatsstreich den späteren Putschpräsidenten Pedro Carmona im Weißen Haus empfangen und diesem während des Putsches diplomatische Rückendeckung gegeben. Auch andere US-Regierungsbeamte wie John Negroponte und Elliot Abrams sollen vorab von den Plänen der Putschisten informiert gewesen sein.Darüber hinaus erhielten Vizeadmiral Molina und Luftwaffenoberst Pedro Soto, die im Februar öffentlich gegen Chávez aufgetreten waren und auch eine wichtige Rolle im Putsch spielten, als Lohn jeweils 100.000 Dollar von einem Bankkonto in Miami überwiesen. Der Guardian zitiert einen Offizier der US Navy mit dem Vorwurf, Teile der Funkkommunikation der Putschisten seien über Schiffe der US Navy abgewickelt worden, die vor der venezolanischen Küste lagen.Der frühere US-Präsident Jimmy Carter sagte, dass die US-Regierung zweifellos zumindest vollständig über den Putsch informiert war und sogar selbst darin verwickelt gewesen sein könnte.
Offizielle Stellen in den USA bestreiten – wie immer – jede Verwicklung der US-Regierung in den Putsch. Eine Überprüfung durch das Office of Inspector General fand in den Aufzeichnungen des US-Außenministeriums und der US-Botschaft in Caracas keine Hinweise auf eine Unterstützung des Putsches gegen Chávez durch Mitglieder der entsprechenden Behörden. Jedoch berichten Diplomaten, dass die in jener Zeit häufigen Besuchen von Chávez-Gegnern in Washington oder der US-Botschaft in Caracas zumindest eine stillschweigende Duldung signalisiert haben könnte.

Hinweise auf eine Verwicklung der spanischen Regierung unter José María Aznar in den Putsch wurden vom spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos Ende November 2004 bei einem Besuch von Chávez bestätigt. Moratinos erklärte, dass Spanien unter Aznar den Putschversuch unterstützt habe. Er bezeichnete dies als ein „Vorgehen […], das sich nicht wiederholen dürfe“ und versicherte, dass Spanien „künftig die Demokratie in Lateinamerika unterstützen“ wolle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ch%C3%A1vez

Eine CovertOps-Übersichts-Doku:

[Lautsprecher leise drehen!]

http://video.google.com/videoplay?docid=-7557214168916914640#

*Operation Ajax – Sturz des iranischen Premierministers Mossadegh 1953, Einsetzung des Schahs Mohammad Reza Pahlavi

*Operation PBSUCCESS – Sturz von Jacobo Arbenz Guzmán, Präsident von Guatemala 1954

*MKULTRA – Forschungsprogramm zur Bewusstseinskontrolle von 1953 bis in die 1970er Jahre

*Demagnetize – Eindämmung des Kommunismus in Italien und Frankreich ab den 1950er Jahren

*Operation Zapata – Invasion in der Schweinebucht – Invasionsversuch von Exilkubanern auf Kuba 1961, um die Revolutionsregierung Castros zu stürzen

*Air America – größte Fluggesellschaft Südostasiens während des Vietnamkriegs, von der CIA kontrolliert und intensiv für Geheimoperationen und zum Schmuggel von Heroin eingesetzt

*Phoenix-Programm – Großangelegter Versuch, ab Mitte der 1960er Jahre Agenten des Vietcong in Südvietnam unschädlich zu machen, bei dem ohne signifikante Erfolge mindestens 20.000 Zivilisten getötet wurden (CIA-Statistik) – gilt offiziell als einer der drastischsten Fehlschläge der CIA

*Contra-Krieg – Aufbau und Unterstützung der Contra-Guerillas im Krieg gegen Nicaragua von 1981 bis 1990

*Gladio – Aufbau und Unterhalt von Geheimarmeen in Westeuropa von den 1950ern bis in die späten 1980er Jahre, die u. a. in zahlreiche Terroranschläge in Italien sowie in den griechischen Militärputsch von 1967 verwickelt waren

*Waffenlieferungen an afghanische Mujaheddin ab 1980

*Iran-Contra-Affäre – Unterstützung der Contras in Nicaragua durch Waffenverkäufe an Iran

Mit diesem konzentriertem Geschichtswissen dürfen Sie sich nun darüber Gedanken machen, was es wohl mit der „Grünen Revolution“ in der arabischen Welt (inkl. mal wieder dem IRAN) auf sich hat…

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  1. Venceremos
    August 15, 2011 um 20:26

    Bist du dir sicher, dass die grüne revolution, nicht wirklich einfach eine weitere ungehörte Volksstimme ist die mit gewalt unterdrückt wird?
    Bist du dir sicher, dass dieses Volk nicht einfach die Nase voll hat?
    Überall erheben sich die Völker im nahen Osten, auch entgegen der von den USA finanzierten und protegierten Regierungen (oder eher Regieme)
    Dies mit den geschehnissen in Asien und Mittel- bzw Südamerika zu vergleichen halte ich für äußerst fehl am platz, und wirklich Geschmacklos den Toten gegenüber.

    Letzten endes gilt doch:
    El Pueblo! Unido! Jamas sera Vencido!

    es wird zeit das die Protestwelle auch nahc europa überschwappt, gegen koruption, Lobbyismus, grenzenlose Ausbeutung der 3. Welt und der Natur (zerstörung unseres eigenen lebensraums, nicht nur der Menschen).
    Ich hab ja so eine kleine Hoffung was England angeht, auch wenn sie wohl wieder erstickt ist, bei der tatsache das fehlgeleitete und kriminelle die situation ausnutzen um Unschuldige zu ermorden.

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